|
Joker Quest - nun man denkt es sei ein Spiel wie jedes andere auch, ein Klon, nur eine neue Spielvariante. Doch diese Personen müssen wir leider enttäuschen. Denn spätestens seit Findet Nemo wissen wir, dass Clownfische nicht nur als Sushi gut schmecken, sondern auch ein richriger Publikumserfolg sind. Kein Wunder, dass Ihr Siegeszug nun von der Lebensmittelindustrie in die Spieleindustrie wörtlich herüberschwappt. 
Legen wir nun den Zyniker beiseite und widmen uns dem wahren Inhalt des Spiels. Jokers Quest ist ein Denkspiel für Jung und Alt - ein Klon eines längst bekannten Spielprinzips, neu verpackt. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass es immer noch Spaß macht das Spiel zu spielen, dafür sorgen diverse eingebaute Gimmicks und große Endgegner. Dem Spieler stehen vier Welten plus eine Tutorial-Welt mit jeweils 25 Levels zur Verfügung. Alle Level sind abwechslungsreich und herausfordernd. Grafisch ist das Spiel eher verspielt und an eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet. So wundert es nicht, dass es sehr bunt auf dem Spielfeld zu geht. Auch die neu aufgelegte hochauflösende VGA Variante kann überzeugen. Alles wirkt noch bunter, schärfer und knuddeliger. Im Gegensatz zum knuddeligen Spieldesign, entpuppen sich manche Level, als äußerst schwierig. Man wird als Spieler richtig gefordert und dann ist das Spiel für das jüngere Publikum nur bedingt empfehlenswert. 
Die Hintergrundmusik ist stimmig und vermittelt ein nennen wir es "Arielle, die Meerjungfrau" Stil. Typische Samba Klänge werden als eine superbe MIDI Variante präsentiert. Und wenn wir uns noch mehr Umgangssprache erlauben dürfen, dann passt die Musik "wie die Faust aufs Auge". Folglich wird sie nicht nervig und man kann sie getrost spielen lassen, denn auch auf niedriger Lautstärke wird sie unverfälscht wiwdergegeben. Die Geräusche beschränken sich dagegen auf einige Wenige. Legedlich spezielle Aktionen werden mit der Technik des Mickey-Mousing vertont. 
Das Gameplay ist sehr schnell verstanden und die vorhandenen Tutorial-Levels vereinfachen diesen um ein vielfaches. Gesteuert wird entweder über Touchscreen oder mit Hilfe der Hardware-Tasten. Um euch einen besseren Eindruck vom Spiel zu vermitteln, haben wir ein sechsminütiges Video mit Audiokommentar beigefügt. An die Steuerung gewöhnt man sich sehr schnell. Das Einzige was spielerisch stören könnte, ist die bereits oben genannte ungleiche Schwierigkeitsverteilung. Es kommt schon mal vor, dass nach einem sehr leichten Level ein echt schwerer Brocken kommt. Nun, man muss damit leben. Am Ende jeder Welt folgt ein großer, grafisch sehr schön gestalteter Endgegner, welcher sehr viel Energie hat. Diesen muss man dan mit Hilfe der vorhandenen Waffen besiegen, was doch eine ziemliche Herausforderung darstellt.  
Kommen wir nun zum Spielspaß und der Langzeitmotivation. Der Spielspaß ist sicherlich das Wichtigste in einem Spiel und dieses Spiel bietet Spielspaß im wahrsten Sinne des Wortes. Es macht wirklich Spaß ein Level nach dem anderen durchzuspielen. Dadurch, dass alles sehr bunt gestaltet ist und doch Abwechslung bietet, bleibt auch die Langzeitmotivation erhalten. Besonders gut ist das Spiel für Mittagspausen und Fahrten mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln. In fünf Minuten kann man durchaus ein Level schaffen. Damit beläuft sich die Gesamtspielzeit auf ca. acht bis zehn Stunden. 
Noch ein letztes Wort bezüglich der Installation und der Anforderungen. Bereits ein ARM-Kompatibler Pocket PC mit 206MHz und knapp 6MB freien genügen. Für die VGA Version dürften es ein paar MB mehr sein. Wie bei allen PDAMill Spielen verläuft auch hier die Installation via ActiveSync reibungslos. Fazit: Ein bunter Knobler für jung und alt. Nicht nur für Zwischendurch zu empfehlen. 
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Bitte melde dich an oder registriere dich. Powered by AkoComment 2.0! |