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Wir haben lange gewartet und nun ist das Böse erwacht. Ancient Evil, das von allen erwartete Spiel ist nun endlich erschienen. Im Juli haben wir euch bereits eine Vorschau präsentiert, nun steht der komplette Testbericht. Das Spiel fordert den Genrekönig Arvale auf ein Duell um Leben und Tod heraus. Kann es den König enttrohnen - dieser Test wird es zeigen.
Zwar ist das Spiel von der Grafik und den Kämpfen anders als Arvale, doch auch hoerbei handelt es sich um ein Rollenspiel. Seit unserer Vorschau mit der Version 0.93 hat sich einiges getan. Viele Bugs und neue Features wurden integriert. Währenddessen wurde noch der 1.10 Patch angekündigt, der wiederrum einige Fehler beheben wird. Die Verbesserungen können sich sehen lassen. So wurden Statusanzeigen für den Hunger-, sowie Fakelzustand eingeführt, die dem Spieler wesentlich helfenn Herr der Lage zu werden. Außerdem wurde nun endlich der Wegfindungsalgorhythmus verbessert, was die Steuerung nicht nur erleichtert, sondern auch zu einem Genuss macht. Zwar hat auch dieser ab und an Aussertzer, doch auch diese sollen mit dem neuen Patch behoben werden. Auf meinen Wunsch wurde eine Quicksave Funktion eingeführt, die ab dem neuen Patch auch mit einer Hardwaretaste belegt werden kann, was das Spiel an schwierigen Stellen um ein vielfaches vereinfacht und vor allem komfortabel ist. 
An der Grafik hat sich nur wenig getan, legedlich die GUI (Die Eingabemaske) hat sich leicht verbessert und die Schriftauflösung wurde heruntergesetzt, was keineswegs negativ ist. Mit den hochauflösenden Schriften gab es nämlich arge Schwierigkeiten, die sich nur schwer verbessern ließen. Des Weiteren war es eine Qual im Speichermenü einen Slot zu treffen, was mit QVGA Schriftarten sich zu einem positiven Ausgang gebessert hat. Die Beschriftungen der Aktionen mussten der Übersicht halber weichen, was nun wirklich eine Augenweide ist. Die Symbole für die Aktionen sind nämlich selbsterklärend und eine zusätzliche Beschriftung ist nicht notwendig. Das Inventar, so wie der Charakterbildschirm sind geblieben, an diesen Punkten gibt es kaum was zu meckern, außer dem "Exit"-Knopf, dieser ist nämlich so klein, dass man zielen, um ihn zu treffen. Schön wäre es, wenn dieser genauso groß wäre, wie der Knopf des Identifikationbildschirmes. Leider ist dies auch nicht im 1.10 Patch geschehen, den wir exklusiv als Beta-Version haben. Dennoch kann man sagen, dass es grafisch in der obersten Liga der Rollenspiele mitspielt.
Auch der Sound, ist unserer Meinung nach kein Meisterstück von Bach oder Beethoven, sondern eher ein mittelmäßiger Dieter Bohlen Verschnitt. Manchmal setzt sie komplett aus, was eher positiv ist. Die Geräuschkulisse ist eher eintönig und geht bereits nach den ersten Levels besonders auf die nerven und nagt an Ihnen bis zur kompletten Stummschaltung. Zum Glück liegt die Musik im .ogg Format vor, sodass man durchaus fähig ist, diese mit seinen eigenen lieb gewonnen Tracks ersetzen kann.
Die Story, die wir nicht spoilern wollen ist auch eher flach, wodurch sich auch ein eher lahmer und zäher Spielfluß ergibt. Hinzu kommt, dass man nach Monstern vergeblich sucht und wenn man doch fündig wird, es direkt eine ganze Horde ist. Regelrechte Schlachtorgien wie in Diablo sind genauso selten wie ein herrenloser Pocket PC auf der Autobahn. Diesem flachen Spielverlauf wurde versucht mit Hilfe von Schwierigkeitsstufen ein Ende zu setzen. Jedoch sollte auch die schwierigste Stufe für einen mehr oder weniger erfahrenen kein Problem darstellen. Diese eher flache Story ist aber nur am Anfang langweilig, doch man dürfte nicht vergessen, dass dem Spieler ganze 25 Levels mit Rätseln und Gegnern bevorstehen. Zum Glück sind diese abwechslungsreicher und zeitraubender als die implantierten Kämpfe. Auch das Leveldesign kann durchaus überzeugen und somit wenigsten Spannung aufbauen. Seinen Ass kann das Spiel erst ab dem achten Level ausspielen, dort wird es dann richtig spannend. Nach wie vor stehen dem Spieler vier Charakterklassen zur Auswahl: Dieb, Krieger, Zauberer und. Die Charakterattribute werden immer noch automatisch verteilt, was den Spieler in seinen Möglichkeiten den Charakter nach seinen Wünschen zu gestalten einschränkt.
Natürlich kann das Spiel nicht das Rad neu erfinden, schließlich kam es 1998 auf dem PC heraus und war einer der Konkurrenten, die Diablo nicht das Wasser reichen konnten. Doch auf dem Pocket PC und besonders in VGA kommt das Spiel im Gegensatz zum 15 Zoller richtig zur Geltung. Das Spiel präsentiert zumindest in dem Pocket PC Segment, das was möglich ist. Rollenspiele sind nämlich nicht nur selten, man findet unter Ihnen legedlich drei Gute und dieses Spiel kann unter anderem als Motivation für andere Entwickler angesehen werden. Zwar ist die Story lahm und wird nur textlich vorgestellt, jedoch weiß das Gameplay zu überzeugen und die Langzeitmotivation kommt auch spätestens wenn man das achte und spätere Level erreicht, was je nach Spieler auch mal bis zu zwei Stunden dauern kann. Die Gesamtspielzeiten liegt irgendwo zwischen neun und fünfzehn Stunden, wobei dieser Punkt ausschließlich von der Erfahrung des Spielers abhängt.
Fazit: Klasse Grafik, lahmes Story, dafür aber gutes Gameplay und eine zeitverzögert einsetzende Langzeitmotivation. Um den Genrekönig zu stürzen reicht es nicht, den Titel als Sommer-Hit des Jahres 2005 hat es sich verdient. 

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