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Shoecake Games Boxikon PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Lady Morgaine   
Thursday, 13 April 2006






Als
vor etlichen Jahren ein genialer russischer Programmierer die Idee
für "Tetris"
hatte, entdeckten viele ihre Liebe für den Klötzchenbau.


"Boxikon"
ist kein Tetris, auch keines der zahlreichen Plagiate. Aber auch bei
"Boxikon" geht es um die Anordnung von Klötzchen - und auch
Boxikon macht süchtig.












Das
Spielprinzip ist scheinbar simpel:


Auf
einer quadratischen Matrix von neun auf neun Feldern müssen Bauklötze
verschiedener Formen und Farben angeordnet werden. Die Klötze (oder
geometrische Figuren) sind am unteren Bildschirmrand sichtbar, wobei
maximal fünf Klötze zur Auswahl stehen. Wenn ein Klötzchen vom
Spieler aufgenommen wurde, um es auf dem Spielfeld zu platzieren,
wird es vom Programm nach kurzer Zeit durch ein neues ersetzt.


Der
Sinn des Spieles besteht natürlich darin, die Klötzchen so geschickt
im Spielfeld unterzubringen, dass lückenlose Reihen in beliebigen
Farben - oder einfarbige Quadrate ab 4x4 Feldern entstehen. Gelingt
dies, lösen sich die betroffenen Klötzchen auf und schaffen Platz für
neue Figuren.


Das
klingt nicht nur einfach, das ist es auch - jedenfalls die ersten
paar Minuten..... Dann beginnt der Stress...












Die
Klötzchen, anfänglich noch einfach geformt, werden von Level zu Level
komplexer; es wird immer schwieriger, die Figuren lückenlos in das
Spielfeld einzubauen.


Und
natürlich spielt auch der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Wenn am
unteren Bildschirmrand die maximale Anzahl von fünf Klötzchen
erreicht ist und der Spieler zu lange zögert, legt das Programm nach
dem Zufallsprinzip einen "Blocker" auf dem Spielfeld ab.
Reihen, in denen sich Blocker befinden, lösen sich nicht auf und
verhindern dadurch effektives Weiterbauen.


Zum
Glück gibt es aber auch "Explosionssteine". Diese
funkelnden Steine erscheinen nach dem Zufallsprinzip und sind in die
zu verbauenden Klötzchen eingebettet. Wenn sie explodieren, sprengen
sie auch die umliegenden Steine, so dass auf dem Spielfeld Platz
geschaffen wird. "Explosionssteine" sind die einzige
Möglichkeit, lästige "Blocker" wieder loszuwerden.


Für
jede aufgelöste Reihe gibt es Punkte. Gelingt es durch geschicktes
Taktieren, mehrere Reihen gleichzeitig aufzulösen, gibt es
Bonuspunkte. Die meisten Punkte können durch den Bau einfarbiger
Quadrate erzielt werden. Das ist jedoch nicht einfach und setzt
einige Spielroutine voraus.


Das
Spiel ist verloren, wenn keine Klötze mehr auf dem Spielfeld abgelegt
werden können.




Bedienung


Die
Bedienung ist sehr komfortabel und erfolgt ausschlieЯlich über den
Stylus; durch einmaliges Tippen wird ein Klötzchen ausgewählt und
durch mehrmaliges Tippen gedreht.


Die
ausgewählte Figur wird über das Spielfeld gezogen und dort abgelegt.
Fertig.












Das
Programm bietet die Spielmodi "einfach", "mittel"
und "schwer" an. Im mittleren und schweren Modus sind
bereits bei Spielbeginn "Blocker" auf dem Spielfeld
verteilt. Sonst gibt es keine Unterschiede.





Ein
Spielstand kann gespeichert werden. Nett, wenn das Spiel einmal
längere Zeit unterbrochen werden muЯ.





Die
QVGA - Grafik ist hübsch, übersichtlich und bietet einige kleine
Spezialeffekte.


Musik
ist nicht implentiert. Soundeffekte sind vorhanden, lassen sich aber
abschalten. Das ist empfehlenswert, wenn man ein älteres Gerät
besitzt, denn durch eingeschalteten Sound wird die Grafik sichtlich
verlangsamt.





Käufer
der PocketPC-Version erhalten die Desktop-Version als kostenlose
Zugabe.





Langzeitmotivation:


Wenn
ihr Tetris mögt, werdet ihr euch in Boxikon verlieben. Das Programm
ist erfrischend anders und bietet komplexere Herausforderungen als
die üblichen Klötzchenknobelein. Die Suchtgefahr ist enorm.





Leider
gibt es aber auch einige negative Aspekte. Boxikon hat einen sehr
hohen Schwierigkeitsgrad und einen hohen Frustrationsfaktor. In
höheren Leveln sind die Figuren sehr komplex und erscheinen in so
kurzen Abständen, dass strategisches Denken von hektischem Platzieren
auf dem Spielfeld abgelöst wird. Wenn dann nicht zufällig einer der
seltenen Explosionssteine vorhanden ist und richtig verbaut werden
kann, heisst es sehr schnell "Game over". Auch werden in
höheren Leven die leichteren Figuren immer seltener. Hier sollten die
Entwickler nachbessern und in einem der regelmäЯig erscheinenden
Updates das Spiel etwas vereinfachen.






Dennoch
- eine insgesamt gelungene Knobelei, die von Fans des Genres
unbedingt angetestet werden sollte.












Tipps,
die nicht in der Anleitung stehen:


Wenn
zwei Explosionssteine nebeneinander platziert werden, explodieren sie
auch dann, wenn keine Reihe vervollständigt werden konnte.


Eine
der Hardwaretasten ist mit einer Undo-Funktion belegt. Ausprobieren!





Programmierer:
Paul Burkey


Preis:
16,95 Euro


Shareware,
Demo erhältlich









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