Kommen wir nun zu
dem Spiel selbst. Einmal im Spiel angekommen, muss man dieses
aktivieren. Ein sehr aufwendiges Verfahren, denn bei jeder
Neuinstallation wird ein neuer Code generiert, der dann wieder
freigeschaltet werden muss. Nicht sehr benutzerfreundlich für
Spieler, die öfters Ihren Pocket PC wechseln oder auch mal den
einen oder anderen Hard-Reset durchführen, dafür aber
sicher gegen Cracker und Hacker.
Rage of Mages II – Necromancer
ist ein klassisches Hack and Slay Rollenspiel aus der Vogelperspektive.
Die Grafik ist sehr bunt und sogar ein bisschen knuddelig. Aus
ebendieser Vogelperspektive geht es darum, Quests zu lösen und
bösen Buben den Garaus zu machen. Wie üblich
für dieses Genre spielt das Spiel im Mittelalter und bietet
dem Spieler zwei verschiedene Klassen an Charakteren zur Auswahl. Zu
diesen Klassen gehören der Krieger und der Magier. Dem Magier
stehen fünf verschiedene Elemente zur Verfügung,
Wasser, Feuer, Erde, Luft und Äther. Die Story ist nicht sehr
einfallsreich und soll hier nicht erwähnt werden, sondern von
jedem selbst herausgefunden werden.
Die Grafik ist nicht perfekt, kann
jedoch auch einen sehr detailverliebten Spieler befriedigen. Jedoch
sollte man die In-Game Grafik von den gerenderten Städten und
den Auswahlmenüs unterscheiden, die sogar sehr gut aussehen.
Auch wenn man einen Laden betritt oder sich mit NSCs
unterhält, bekommt man ein gerendertes Bild bzw. eine
schöne Bitmap gezeigt. Die Landschaften an sich sind manchmal
sehr eintönig, jedoch überwiegt ein farbiger Mix. Es
gibt sogar bewegte Gewässer und die NSCs laufen hin und her.
Obwohl es nur QVGA ist, sieht es selbst auf einem VGA Gerät
sehr ordentlich aus. Auch die Geschwindigkeit auf älteren
Geräten, wie z.B. dem iPAQ 1930 ist nicht schlecht. Obwohl 300
MHz empfohlen sind, läuft es auf diesem Gerät mit 203
MHz in ausreichender Geschwindigkeit.
Auch der Sound ist gut gelungen.
Zwitschernde Vögel, Bestätigungen der Befehle durch
den Charakter etc. sind sehr gut vertont und unterschieden sich je nach
gewähltem Charakter bzw. Rekruten, zu welchem wir
später noch kommen werden.
Bei Rage of Mages II besteht ebenfalls
die Möglichkeit Rekruten zu arrangieren, sodass ihr mit einer
kleinen eigenen Party herumlaufen könnt. Die KI dieser
Rekruten ist nicht schlecht, sodass sie ab und an eine wirkliche Hilfe
darstellen, wenn man von vielen Monstern umzingelt worden ist und sich
im Todeskampf befindet. Die Kämpfe finden in einer Mischung
zwischen Hack and Slay und rundenbasiertem Kampf statt. Mit den an der
rechten Seite positionierten Symbolen kann man das Verhalten seines
Charakters steuern, auf die Karte zugreifen oder ins Inventar gucken.
Alles ist logisch aufgebaut und man sieht, dass es sich um ein
hochwertiges Spiel handelt, welches vom PC portiert worden ist. Man
muss hier zugeben, dass die KI teilweise sehr stupide ist und sich
einfach totprügeln lässt. Auch manch so ein Quest ist
nur Zeitvertreib, bei dem man einfach von A nach B laufen soll. Dabei
klappt die Steuerung via Touchscreen wunderbar. Ist man dies jedoch
nicht gewöhnt, so kann man auch mit dem Fünfwegekreuz
steuern. Auch das geht problemlos vonstatten.
Betrachtet man das Spiel nun ex post, so
kann man freilich sagen, dass es ein sehr und zwar durchweg gelungenes
Spiel geworden ist. Nicht nur die Umsetzung der Steuerung, sondern auch
alles, inklusive der Soundatmosphäre, zeigt sich stets von
seiner Schokoladenseite. Natürlich kann die Grafik im Spiel
nicht an Ancient Evil heranreichen, jedoch wurde auch nicht dieses Ziel
damit verfolgt, sondern die Schaffung eines auf dem Pocket PC gut
spielbaren RPGs und dies ist Nival Interactve mit Rage of Mages II mehr
als gelungen. Dieses Spiel ist nicht nur für alle
Rollenspielfans mehr als zu empfehlen, sondern auch für alle,
die dem Genre fremd sind. Nach Ancient Evil ist Rage of Mages II
absolut empfehlenswert, auch wenn es das Spiel nur auf Englisch und im
Gegensatz zu Ancient Evil nur in QVGA gibt.