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Nival Rage of Mages II - Necromancer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von The14given   
Wednesday, 31 January 2007
Wir haben es als Erste bekommen und als Letzte getestet, welch eine Ehre! ;-) Wir bitten um Entschuldigung beim Hersteller Nival Interactive für die superlange Verzögerung. Irgendwann mitte August kam im tiefen Russland die Portierung des berühmten PC-Klassikers Rage of Mages II. Nicht lange dauerte es, bis das Spiel auch aus Mütterchen Russland in die große weite kapitalistische Welt kam. Komisch ist hier nur eins: Bei Nival Interactive handelt es sich um den Hersteller von Heroes of Might and Magic, das nicht nur in Russland sehr gefragt ist, sondern auch in der großen weiten Welt. Die Frage ist nun, warum portiert man Rage of Mages II und nicht HOMM, sondern lässt dies einen Hobbyprogrammierer mit PocketHeroes tun. Ich denke das wird uns immer ein Rätsel bleiben.
Kommen wir nun zu dem Spiel selbst. Einmal im Spiel angekommen, muss man dieses aktivieren. Ein sehr aufwendiges Verfahren, denn bei jeder Neuinstallation wird ein neuer Code generiert, der dann wieder freigeschaltet werden muss. Nicht sehr benutzerfreundlich für Spieler, die öfters Ihren Pocket PC wechseln oder auch mal den einen oder anderen Hard-Reset durchführen, dafür aber sicher gegen Cracker und Hacker.

    Rage of Mages II – Necromancer ist ein klassisches Hack and Slay Rollenspiel aus der Vogelperspektive. Die Grafik ist sehr bunt und sogar ein bisschen knuddelig. Aus ebendieser Vogelperspektive geht es darum, Quests zu lösen und bösen Buben den Garaus zu machen. Wie üblich für dieses Genre spielt das Spiel im Mittelalter und bietet dem Spieler zwei verschiedene Klassen an Charakteren zur Auswahl. Zu diesen Klassen gehören der Krieger und der Magier. Dem Magier stehen fünf verschiedene Elemente zur Verfügung, Wasser, Feuer, Erde, Luft und Äther. Die Story ist nicht sehr einfallsreich und soll hier nicht erwähnt werden, sondern von jedem selbst herausgefunden werden.

    Die Grafik ist nicht perfekt, kann jedoch auch einen sehr detailverliebten Spieler befriedigen. Jedoch sollte man die In-Game Grafik von den gerenderten Städten und den Auswahlmenüs unterscheiden, die sogar sehr gut aussehen. Auch wenn man einen Laden betritt oder sich mit NSCs unterhält, bekommt man ein gerendertes Bild bzw. eine schöne Bitmap gezeigt. Die Landschaften an sich sind manchmal sehr eintönig, jedoch überwiegt ein farbiger Mix. Es gibt sogar bewegte Gewässer und die NSCs laufen hin und her. Obwohl es nur QVGA ist, sieht es selbst auf einem VGA Gerät sehr ordentlich aus. Auch die Geschwindigkeit auf älteren Geräten, wie z.B. dem iPAQ 1930 ist nicht schlecht. Obwohl 300 MHz empfohlen sind, läuft es auf diesem Gerät mit 203 MHz in ausreichender Geschwindigkeit.

    Auch der Sound ist gut gelungen. Zwitschernde Vögel, Bestätigungen der Befehle durch den Charakter etc. sind sehr gut vertont und unterschieden sich je nach gewähltem Charakter bzw. Rekruten, zu welchem wir später noch kommen werden.

    Bei Rage of Mages II besteht ebenfalls die Möglichkeit Rekruten zu arrangieren, sodass ihr mit einer kleinen eigenen Party herumlaufen könnt. Die KI dieser Rekruten ist nicht schlecht, sodass sie ab und an eine wirkliche Hilfe darstellen, wenn man von vielen Monstern umzingelt worden ist und sich im Todeskampf befindet. Die Kämpfe finden in einer Mischung zwischen Hack and Slay und rundenbasiertem Kampf statt. Mit den an der rechten Seite positionierten Symbolen kann man das Verhalten seines Charakters steuern, auf die Karte zugreifen oder ins Inventar gucken. Alles ist logisch aufgebaut und man sieht, dass es sich um ein hochwertiges Spiel handelt, welches vom PC portiert worden ist. Man muss hier zugeben, dass die KI teilweise sehr stupide ist und sich einfach totprügeln lässt. Auch manch so ein Quest ist nur Zeitvertreib, bei dem man einfach von A nach B laufen soll. Dabei klappt die Steuerung via Touchscreen wunderbar. Ist man dies jedoch nicht gewöhnt, so kann man auch mit dem Fünfwegekreuz steuern. Auch das geht problemlos vonstatten.

    Betrachtet man das Spiel nun ex post, so kann man freilich sagen, dass es ein sehr und zwar durchweg gelungenes Spiel geworden ist. Nicht nur die Umsetzung der Steuerung, sondern auch alles, inklusive der Soundatmosphäre, zeigt sich stets von seiner Schokoladenseite. Natürlich kann die Grafik im Spiel nicht an Ancient Evil heranreichen, jedoch wurde auch nicht dieses Ziel damit verfolgt, sondern die Schaffung eines auf dem Pocket PC gut spielbaren RPGs und dies ist Nival Interactve mit Rage of Mages II mehr als gelungen. Dieses Spiel ist nicht nur für alle Rollenspielfans mehr als zu empfehlen, sondern auch für alle, die dem Genre fremd sind. Nach Ancient Evil ist Rage of Mages II absolut empfehlenswert, auch wenn es das Spiel nur auf Englisch und im Gegensatz zu Ancient Evil nur in QVGA gibt.


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Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 31 January 2007 )
 
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