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Inscenic Creatonia PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von The14given   
Sunday, 28 January 2007
Und noch ein Testbericht, der Monate auf sich warten ließ, während das Spiel schon längst herausgekommen ist. Bei Creatonia handelt es sich um ein Rollenspiel mit 13 Rassen und 13 Klassen. Der Spieler wird in eine Welt versetzt, die bildhafter nicht sein könnte. Doch wie ist es spielerisch?
Einmal im Spiel angelangt, stellt man als glücklicher Besitzer eines VGA Gerätes fest, dass das Spiel die hohe Auflösung unterstützt und mit ebendiesen Grafiken brilliert. Startet man nun ein neues Spiel, so kann man seine Rasse und den Namen des Helden bestimmen. Es muss eine Klasse ausgewählt werden und wie in jedem Rollenspiel werden Fertigkeitspunkte vergeben. Nun wählt man noch seinen Kumpanen aus und es kann losgehen.

    Man startet in einem Haus und wird anfangs durch ein sehr ausführliches Tutorial geführt, was vor allem nicht-Rollenspielern helfen soll, sich in der komplexen Welt zurechtzufinden. Das Tutorial, sowie das ganze Spiel, ist leider auf Englisch, sodass viele, die der Sprache nicht mächtig sind, leiden werden. Warum? Da es sich um ein Rollenspiel handelt, ist vieles mit Texten von NSCs (Nicht spielbaren Charakteren) versehen. Nicht nur die Quests werden von diesen aufgegeben, sondern auch die Geschichte erzählt. Wer die Sprache nicht beherrscht, wird zwangsweise entweder ein dickes Wörterbuch einsetzen müssen oder sich auf gut Glück durchklicken.

    Die Story von Creatonia ist jedoch schnell erzählt und man spoilert sozusagen nichts, indem man sie hier ein bisschen erwähnt. Ihr wollt ein großer Gladiator werden und müsst euch durch ein Turnier kämpfen. Dazu muss Erfahrung gesammelt werden, neue Waffen und Rüstungen gekauft werden und ein bisschen an der Taktik gefeilt werden, da die Kämpfe mehr oder weniger rundenbasiert ablaufen. Dies geht unserer Meinung nach ein bisschen zu ruckelig von statten, so kann ein Kampf auch mehrere Minuten dauern kann, was ziemlich störend ist. Praktisch sieht es so aus, dass man stundenlang wartet und zusieht, wie der Charakter auf den Gegner und umgekehrt einprügelt.

    Wirft man jedoch einen Blick auf die Grafik, so stellt man fest, dass diese gar nicht mal so schlecht ist. Nicht nur, dass VGA unterstützt wird, es sieht teilweise wirklich sehr gut aus. Das Einschränkende ergibt sich teilweise daraus, dass auch einige Bewegungen der Charaktere sehr abgehakt aussehen und nicht wirklich ein Augenschmaus sind. Zusätzlich kommt der Punkt hinzu, dass, sobald man ins Inventar wechselt, den Spieler viel zu kleine Schriften in das einzelne Register begrüßen. Eine Qual, mit dem Stift an die richtige Stelle zu kommen. Besonders bei den VGA Geräten hat man dieses „Vergnügen“. Nicht zu vergessen sei auch, dass teilweise alles Grau in Grau oder Grün in Grün aussieht. Auch die Transparenz von Gebäuden lässt manchmal zu wünschen übrig, es kommt durchaus vor, dass man seinen Charakter hinter irgendeiner Wand sucht.

    Sehr negativ ist außerdem die Tatsache aufgefallen, dass das Spiel komplett stumm ist. Es gibt weder Musik, noch andere Soundeffekte. Schade!

    Zuguterletzt sei noch das Spielerische zu erwähnen. Auch hier gibt es einige, teilweise auch schwerwiegende Mankos, wie zum Beispiel die KI oder die Wegfindungs-KI seines eigenen Charakters. Das Letztere wird uns wohl ein ungelöstes Rätsel bleiben, denn manchmal schlägt der Charakter Routen ein, bei denen einem sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen. Auch die KI der Gegner tangiert stark die Grenze des Unzumutbaren. Praxisbezogen sieht das wie folgt aus: entweder man trifft einen total stupiden Gegner, mit dem man sich stundenlang rumprügelt, oder einen total stupiden, aber überstarken Gegner, der einen mit zwei Schlägen vollstreckt.

Alles in einem kann man sagen, dass das Spiel gutes Rollenspielfutter ist. Jedoch ist es unserer Meinung nach mit sehr vielen Mankos behaftet ist. Wer sich vom Genre nicht abbringen lässt und sich durch dick und dünn durch das Spiel schlagen will, dem sei dies auch zu empfehlen. Alle anderen sollten vorher UNBEDINGT die Demo ausprobieren, da es sich im Gegensatz zu Ancient Evil nicht um ein reines Hack and Slay handelt, sondern viele verzögernde Pen and Paper Rollenspielelemente enthalten sind.



















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Letzte Aktualisierung ( Sunday, 28 January 2007 )
 
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