Egal welchen
Pocket PC man besitzt, die Installation geht problemlos von Statten und
das Spiel lässt sich ausführen. Beim ersten Start
muss zwar der Registrierungsschlüssel, der anhand der
Benutzerinformationen generiert wird, eingegeben werden. Doch direkt
nach dem Neustart des Spiels kann es losgehen.
Das Hauptmenü ist übersichtlich und der Spieler
findet sich sofort zurecht. Man kann ein neues Spiel beginnen, ein
altes laden oder einfach mal in die Optionen gehen, wobei diese eher
mager aussehen. Hier kann lediglich eingestellt werden, wie laut die
Lautstärke des Moderators, bzw. der Musik sein soll und die
Bilder können hier neu generiert werden, damit die Fehler sich
auch mal verschieben. Außerdem besteht die
Möglichkeit die Zeit zu regulieren. Zur Wahl stehen zwei und
vier Minuten, und eine unbegrenzte Zeit. Das Spielprinzip ist einfach
und schnell erklärt. Man ist Kandidat bei der Show FIAW!, in
der es darum geht, eine Million Punkte zu sammeln. Dazu muss in 15
Bilder jeweils ein Fehler gefunden werden. Klingt leicht, ist es aber
nicht für jeden. Zur Not stehen zwei Joker bereit. Es ist
nicht das Publikum und auch kein Telefonat, sondern das Ausblenden
einer Hälfte des veränderten Bildes, oder das
Anzeigen eines Quadrates, in dem sich der Fehler befindet. Das macht es
leichter, löst aber nicht das Rätsel.
Bei den Bildern handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach, um
selbst geschossene Fotos. Leider scheint das Spiel kein VGA zu
unterstützen, sodass die Bilder auf dem Dell Axim x50v sehr
verschwommen aussehen und man Mühe hat die Fehler auf den
Bildern zu finden. Dieses wird aber laut dem Entwickler
unterstützt. Auf QVGA sieht das ganze um Längen
besser aus, besonders wenn der Bildschirm nur 2,8 Zoll Diagonale wie
bei unserem o2 XDA Trion hat. Des Weiteren gibt es die
Möglichkeit den Sound am Rand in einem Menü
abzuschalten, sowie das Spiel zu sichern und anschließend zu
verlassen.
Nach jedem Bild besteht die
Möglichkeit auszusteigen. Fragt sich wozu, wenn man das
nächste Bild nicht gesehen hat und wenn man falsch liegt, dann
fällt man sowieso auf die letzte Summe zurück.
Folglich hat man nichts zu verlieren und fühlt sich durch
diese rhetorische Frage mehr oder weniger gestört.
Und wo wir schon beim Stören
sind. Was wirklich an dem Spiel störend ist, ist der Sprecher,
den man zum Glück abstellen kann. Dieser penetriert mit seiner
Stimme immer wieder neben der Musik und der tickenden Uhr, die einen im
Spiel begleiten und entgegen ihres Zweckes mehr Nervosität und
Wut, als Spannung erzeugen. Am liebsten würde der eine oder
andere das Gerät aus dem Fenster entsorgen. Es empfiehlt sich
für alle zart besaiteten oder mit schlechten Nerven alle
Geräusche abzuschalten. Ach ja, ein weiteres Paradoxon liegt
ebenfalls im Sprecher. Dieser will nämlich, nachdem man alle
seine Joker verzockt hat, immer noch das man sie setzt, und fordert
einen mit dem folgenden Satz dazu auf: „Do you need a
joker?“ Die Frage wäre mit einem klaren
„ja“ zu beantworten, das Problem ist, dass man
keinen hat. Wer hier keinen Wutanfall bekommt, der hat so gut wie
gewonnen – ehrlich!
Nun zur Schwierigkeit des Spiels. Einen
Fehler zu finden, erscheint anfangs ein schwieriges Unterfangen zu
sein, und man ist bereits nach zwei Fragen ohne Joker auf sich allein
gestellt. Vor allem sind die Fehler gut versteckt. Sogar die 9Live
Zuschauer werden sich daran die Zähne ausschlagen und wenn man
bei dem Spiel anrufen müsste, wären alle Kreditgeber
reich wie Krösus, die Anrufer jedoch mit mehreren Millionen in
den Miesen. Wer jedoch ein bisschen Erfahrung mit SPOT! oder
ähnlichen Spielen hat, ich habe 480 Bilder bei SPOT!
gelöst, der wird in dem Spiel durchmarschieren wie eine
gepanzerte Lok durch eine Wand. In knapp acht Minuten war das Spiel
geschafft und ich ließ mir die Bilder neu generieren, das
Ergebnis war ernüchternd, diesmal waren es nur sechs.
Daraufhin wollten ich und die Redaktion den Kanninchentest machen und
ließen eine Außenstehende Person dran. Wir waren
schockiert, mit ein bisschen SPOT! Erfahrung hatte diese Person das
Spiel in viereinhalb Minuten durch. Irgendwas scheint falsch gelaufen
zu sein. Der Straßentest offenbarte uns zum Glück
oder auch Pech ein ganz anderes Bild. Bis auf die Tatsache, dass unser
Testgerät ein paar Mal fast gestohlen wurde, schaffte es
keiner das Spiel zu lösen. Es scheint wohl so, dass der Grund
schwer zu finden ist. Folglich ist die Schwierigkeitsstufe irgendwo in
der Mitte anzusetzen.
Der Preis ist mit 15,-€ unserer
Meinung nach viel zu hoch angesetzt. Spot! bekommt man schon
für knapp 8,-€. Die Investition sollte also gut
überlegt sein. Fraglich ist des Weiteren warum das Spiel eines
deutschen Entwicklers auf Englisch ist. Was wir und viele Spieler sich
sicherlich wünschen würden, ist eine deutsche Version
des Spiels und eine Preissenkung.
Fazit: Ein innovatives Spiel, dank der Kombination Quiz /
Aufmerksamkeit, jedoch mit nervigem Moderator. Für Genre-Fans
dürfte es ein Tick zu einfach sein. Vor der Investition von
knapp 15,-€ lohnt es sich die Demo auszuprobieren.