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DirectDance FIAW! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von rotakiwi   
Thursday, 18 January 2007
Wer wollte nicht einmal bei Günther Jauch sitzen und bei Wer wird Millionär auf Fragen antworten, um zu gewinnen? - Ich glaube jeder. Und wer hat SPOT! So lange gespielt, dass der Bildschirm schon ganz komische Flecken mit Kratzern bekommen hat? - Bestimmt auch einige. Nun DirectDance, der Entwickler von FIAW! hat sich gedacht, was denn passieren würde, wenn man beides miteinander mischt. Herausgekommen ist dieses von der Idee her sehr neue Spiel. Was es tatsächlich bietet, gibt es hier nun definitiv nachzulesen.
Egal welchen Pocket PC man besitzt, die Installation geht problemlos von Statten und das Spiel lässt sich ausführen. Beim ersten Start muss zwar der Registrierungsschlüssel, der anhand der Benutzerinformationen generiert wird, eingegeben werden. Doch direkt nach dem Neustart des Spiels kann es losgehen.

Das Hauptmenü ist übersichtlich und der Spieler findet sich sofort zurecht. Man kann ein neues Spiel beginnen, ein altes laden oder einfach mal in die Optionen gehen, wobei diese eher mager aussehen. Hier kann lediglich eingestellt werden, wie laut die Lautstärke des Moderators, bzw. der Musik sein soll und die Bilder können hier neu generiert werden, damit die Fehler sich auch mal verschieben. Außerdem besteht die Möglichkeit die Zeit zu regulieren. Zur Wahl stehen zwei und vier Minuten, und eine unbegrenzte Zeit. Das Spielprinzip ist einfach und schnell erklärt. Man ist Kandidat bei der Show FIAW!, in der es darum geht, eine Million Punkte zu sammeln. Dazu muss in 15 Bilder jeweils ein Fehler gefunden werden. Klingt leicht, ist es aber nicht für jeden. Zur Not stehen zwei Joker bereit. Es ist nicht das Publikum und auch kein Telefonat, sondern das Ausblenden einer Hälfte des veränderten Bildes, oder das Anzeigen eines Quadrates, in dem sich der Fehler befindet. Das macht es leichter, löst aber nicht das Rätsel.
Bei den Bildern handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach, um selbst geschossene Fotos. Leider scheint das Spiel kein VGA zu unterstützen, sodass die Bilder auf dem Dell Axim x50v sehr verschwommen aussehen und man Mühe hat die Fehler auf den Bildern zu finden. Dieses wird aber laut dem Entwickler unterstützt. Auf QVGA sieht das ganze um Längen besser aus, besonders wenn der Bildschirm nur 2,8 Zoll Diagonale wie bei unserem o2 XDA Trion hat. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit den Sound am Rand in einem Menü abzuschalten, sowie das Spiel zu sichern und anschließend zu verlassen.
    Nach jedem Bild besteht die Möglichkeit auszusteigen. Fragt sich wozu, wenn man das nächste Bild nicht gesehen hat und wenn man falsch liegt, dann fällt man sowieso auf die letzte Summe zurück. Folglich hat man nichts zu verlieren und fühlt sich durch diese rhetorische Frage mehr oder weniger gestört.
    Und wo wir schon beim Stören sind. Was wirklich an dem Spiel störend ist, ist der Sprecher, den man zum Glück abstellen kann. Dieser penetriert mit seiner Stimme immer wieder neben der Musik und der tickenden Uhr, die einen im Spiel begleiten und entgegen ihres Zweckes mehr Nervosität und Wut, als Spannung erzeugen. Am liebsten würde der eine oder andere das Gerät aus dem Fenster entsorgen. Es empfiehlt sich für alle zart besaiteten oder mit schlechten Nerven alle Geräusche abzuschalten. Ach ja, ein weiteres Paradoxon liegt ebenfalls im Sprecher. Dieser will nämlich, nachdem man alle seine Joker verzockt hat, immer noch das man sie setzt, und fordert einen mit dem folgenden Satz dazu auf: „Do you need a joker?“ Die Frage wäre mit einem klaren „ja“ zu beantworten, das Problem ist, dass man keinen hat. Wer hier keinen Wutanfall bekommt, der hat so gut wie gewonnen – ehrlich!
    Nun zur Schwierigkeit des Spiels. Einen Fehler zu finden, erscheint anfangs ein schwieriges Unterfangen zu sein, und man ist bereits nach zwei Fragen ohne Joker auf sich allein gestellt. Vor allem sind die Fehler gut versteckt. Sogar die 9Live Zuschauer werden sich daran die Zähne ausschlagen und wenn man bei dem Spiel anrufen müsste, wären alle Kreditgeber reich wie Krösus, die Anrufer jedoch mit mehreren Millionen in den Miesen. Wer jedoch ein bisschen Erfahrung mit SPOT! oder ähnlichen Spielen hat, ich habe 480 Bilder bei SPOT! gelöst, der wird in dem Spiel durchmarschieren wie eine gepanzerte Lok durch eine Wand. In knapp acht Minuten war das Spiel geschafft und ich ließ mir die Bilder neu generieren, das Ergebnis war ernüchternd, diesmal waren es nur sechs. Daraufhin wollten ich und die Redaktion den Kanninchentest machen und ließen eine Außenstehende Person dran. Wir waren schockiert, mit ein bisschen SPOT! Erfahrung hatte diese Person das Spiel in viereinhalb Minuten durch. Irgendwas scheint falsch gelaufen zu sein. Der Straßentest offenbarte uns zum Glück oder auch Pech ein ganz anderes Bild. Bis auf die Tatsache, dass unser Testgerät ein paar Mal fast gestohlen wurde, schaffte es keiner das Spiel zu lösen. Es scheint wohl so, dass der Grund schwer zu finden ist. Folglich ist die Schwierigkeitsstufe irgendwo in der Mitte anzusetzen.

    Der Preis ist mit 15,-€ unserer Meinung nach viel zu hoch angesetzt. Spot! bekommt man schon für knapp 8,-€. Die Investition sollte also gut überlegt sein. Fraglich ist des Weiteren warum das Spiel eines deutschen Entwicklers auf Englisch ist. Was wir und viele Spieler sich sicherlich wünschen würden, ist eine deutsche Version des Spiels und eine Preissenkung.

Fazit: Ein innovatives Spiel, dank der Kombination Quiz / Aufmerksamkeit, jedoch mit nervigem Moderator. Für Genre-Fans dürfte es ein Tick zu einfach sein. Vor der Investition von knapp 15,-€ lohnt es sich die Demo auszuprobieren.


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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 18 January 2007 )
 
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