Gespielt wird
entweder im Portätmodus oder im Quermodus, d.h. aber immer
unter QVGA, also 320*240 Pixel. VGA Grafik steht nicht zur
Verfügung, was aber nicht weiter schlimm ist. Die Gegner
sitzen in einem Kreis, wie bei Poker üblich und man sieht
jeweils die Avatare der Spieler, sowie ihre Einsätze.
Aber fangen wir nun an: Ist das Spiel erstmal installiert, kann es
sofort losgehen. Egal, ob Pocket PC 2002 oder Windows Mobile 5, das
Spiel ist lauffähig. So hat man auch direkt in dem
Hauptmenü die Auswahl zwischen Einzelspieler und
Internetspiel. Am Anfang, sollte man noch kein Poker Fanatiker sein,
empfiehlt es sich das Einzelspielerspiel zu starten, welches sowohl
eine Karriere, als auch ein „Schnelles Spiel“
anbietet, welches sich auch für den Anfang empfiehlt.
Entscheidet man sich jedoch für die Karriere, so erstellt man
zunächst ein Profil, bevor man sich an die Tische wagt. Davor
wird jedoch auch ein Training angeboten. Als Varianten stehen
Kreisspiele, d.h. wenn ein Gegner ausscheidet, kommt ein neuer dazu und
Wettbewerbe in denen man eine bestimmte Anzahl an Tischen gewinnen
muss, um als Sieger hervorzugehen. Die Wettbewerbe bieten von 10-200
Spieler, die es zu besiegen gibt, die Schwierigkeit steigt
dementsprechend. Und bevor man an den ganz großen Turnieren
teilnehmen kann, muss man sich etwas Geld ansparen, um sich
„einzukaufen“.
Die KI der Gegner ist teilweise sehr stupide. Nicht nur, dass sie bei
jedem Einsatz mitgehen, sie lassen sich auch immer wieder zu einem
Double oder einem All-In verleiten. Als krasses Beispiel sollte hier
noch aufgeführt sein, dass bei Raises, der nächste
Gegner immer das Doppelte bietet, praktisch wäre man mit einem
Raise von 20 am Ende der Runde von acht Spielern bei 1280 Chips
angekommen – eine Menge! Wie auch in anderen Spielen stehen
hier die gewohnten Auswahlmöglichkeiten links unten in der
Ecke. Ganz unten wird ein kleines Log geführt und es sind die
Optionen anwählbar.
Check, Call:
Wer sich mit Poker auskennt, der weiß was dies bedeutet,
für alle anderen hier eine kurze Erklärung. Je
nachdem wie jemand den Einsatz beeinflusst, kann man mitgehen und
erhöhen oder auch nur „checken“, was keine
Erhöhung mit sich bringt. Die Benutzeroberfläche ist
somit sehr geordnet und der Spieler findet sich sofort damit zurecht.
Die Eingabe erfolgt generell über den Eingabestift, was auch
sehr komfortabel ist.
Raise:
Will man selbst den Einsatz erhöhen, so wählt man
diese Option aus. Hier hat es i-Mate sehr geschickt gelöst,
indem sie einen Regler einbauten, mit welchem man kinderleicht den
Einsatz einstellen kann.
Fold:
Man „schmeißt“ die Karten hin, wenn man
eine schlechte Hand hat.
Nicht zu vergessen sei auch die Akku-Restladezeit anzeige, die sich in
der linken oberen Ecke befindet. Diese gibt immer Auskunft, wann man
sich von seinem Spiel trennen sollte, falls mal eine wichtige E-Mail
ansteht. Außerdem ist rechts oben in der Ecke der Empfang zu
sehen, vor allem bei GPRS/UMTS wichtig.
Kommen wir nun zum fast wichtigsten Teil, dem Multiplayer. Hier hat
i-Mate Texas Hold’em Multiplayer eine mehr oder weniger
große Community, den i-Mate Club, zu bieten, die sich aus
Spielern aus der ganzen Welt zusammensetzt. Interessant and der
Community ist, der Chat, sowie der Voice Chat und die
Möglichkeit weitere Avatare herunterzuladen. Als wir im
September das Spiel das erste Mal anspielten, war die Community recht
mager, sodass man es richtig schwer hatte einen menschlichen Mitspieler
oder einen mehr oder weniger gut gefüllten Tisch zu finden.
Mittlerweile, ja uns ist es peinlich, dass wir so lange für
die Review gebraucht haben, ist es aber voller geworden und man findet
doch den einen anderen Spieler, um diesem sein Poker Face
vorzuführen. Komischerweise trifft man sehr oft auf
Niederländer, eine wissenschaftliche Nachforschung brachte uns
leider keine Ergebnisse diesbezüglich. Wie viele andere
Nationalitäten da herumschwirren, ist ebenfalls sehr schwer zu
beurteilen. Als ich mich jedoch eines Tages nach einem Disko-Besuch um
halb vier per UMTS in der Bahn einwählte, war es ziemlich gut
gefüllt, vorwiegend mit Amerikanern. Auch mit der UMTS
Verbindung klappte alles einwandfrei, das Spiel lief flüssig
und es ließen sich keine Lags oder Ähnliches
feststellen. Ebenso sieht es bei WLAN Verbindungen aus. Wie das mit
GPRS klappt, können wir leider nicht sagen, da wir es nicht
ausprobiert haben.
Kommen wir nun zu den anderen Möglichkeiten des Multiplayers,
dem Voice Chat und den normalen Chat. Sowohl das eine, als auch das
andere funktioniert sehr gut und man hat Möglichkeit zu
hören, ob ein Gegner geschmunzelt, gelacht oder sonst was
gesagt hat, um so den einen oder anderen Bluff herauszufinden. Der Chat
erlaubt auch die Unterhaltung zwischen acht Spielern und bietet beste
Möglichkeit dazu, einige Fachsimpeleien auszutauschen.
Fazit:
Ein sehr guter Multiplayer-Client mit Schwächen in der KI,
dafür aber sehr tollen Funktionen und der vielleicht
größten Pocket PC Texas Hold’em Community.