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Ancient Evil Vorschau PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von The14given   
Thursday, 13 April 2006


Es ist wohl das am meisten erwartete Pocket PC Spiel des Jahres 2005. Ein isometrisches Rollenspiel mit VGA Auflösung und einem Gameplay, das auf Pocket PC seines gleichen sucht. Darauf hat die Pocket PC Spielegemeinde lang genug gewartet. Am 1. August wird der Traum nun verwirklicht, denn dann kommt Ancient Evil. Das beste: Das Spiel wird ab dem ersten Tag auf Deutsch verfügbar sein, so habe ich es diese Woche von PPC Studios erfahren. Ich bin Beta Tester seit der ersten Beta Version und deshalb habe ich nun die Möglichkeit euch diese ausführliche Vorschau des Spiels vorzustellen. Alles was euch erwartet, könnt Ihr nun in dieser exklusiven Vorschau erfahren.



Die Beta Phase begann im frühen Juni und sollte bis zur finalen Veröffentlichung dauern. In dieser Zeit passierte viel mit dem Spiel. So wurde nicht nur die Eingabe verbessert, sondern auch die Performance und weitere Bugs, die vorhanden waren, so z.B Konflikte mit anderen Programmen.



Kommen wir nun zum Spiel selbst und dem was es für den Spieler zu bieten hat. Fängt man das Spiel an, so stehen dem Spieler vier Charakterklassen zur Verfügung. Der Magier, Barbar, Ranger und Dieb. Hat man sich für einen der vier entschieden, kann man mit Hilfe eines Generators, jedoch nicht selbst, die Charakterwerte bestimmen. Hat man dies getan wird man höflich gefragt, ob man damit einverstanden sei und nach einem kurzen Ja-Klick lädt schon das Spiel.



Grafisch zählt das Spiel wohl zu der Oberklasse der Pocket PC Spiele, alleine die Darstellung auf VGA ist mit Abstand die beste, die man heutzutage in einem Pocket PC Rollenspiel findet, aber auch in QVGA sieht das Spiel sehr schick aus und braucht sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Da es eine Portierung des im Jahre 2000 erschienen, gleichnamigen Spieles ist, erkennt man stellenweise an den Leveltexturen. Das PC Spiel war damals eine Konkurrenz zu Blizzards Diablo, konnte aber nie Paroli bieten. Die Leveltexturen, die 1:1 auf den Pocket PC portiert worden sind, wirken besonders in den vier Anfangslevels trostlos und präsentieren sich in einer bescheidenen Grau in Grau Kombination, die nicht alle Spielerherzen höher schlagen lässt. Sollte die Demo, die am 1. August erscheint auf einem dieser Level basieren, so wird sie bestimmt einigen potentiellen Käufern die Kauflust nehmen. Man sollte hier jedoch erwähnen, dass diese Trostlosigkeit am Anfang des vierten Levels ihr ende nimmt. Jetzt folgen noch 21 mehr oder weniger abwechslungsreiche Levels. Sobald man sich eingespielt hat, kann man sagen, dass der Ersteindruck, welcher durch die Anfangslevels entstanden ist, täuscht. Die Animationen des Charakters wirken stets flüssig, die der Gegner auch, in diesem Fall gibt es nichts anzukreiden. Die Zaubersprüche sehen nicht besonders spektakulär aus, aber das erwartet auch keiner vom Pocket PC. Das was an Effekten da ist, hat bisher noch kein Pocket PC Spiel, bis auf einige 3D Beschleunigte Versionen, gezeigt. Das Spiel befindet sich sozusagen außer Konkurrenz.


 

Die Soundkulisse ist im Vergleich zur Grafik bescheiden ausgefallen. Drei Hintergrundmusiken, die im Loop abgespielt werden und ein Dutzend Töne. Auf Dauer erscheinen diese ziemlich nervig, da jeder Gegner mit demselben Ton ablebt. Das Spiel benutzt das OGG-Vorbis Open Source Format, um so Speicherplatz - und davon braucht es jede Menge - zu sparen. Wahrscheinlich kann man diese durch eigene Sounds ersetzen und so seine Lieblingstracks im Hintergrund laufen lassen - leider hat es unsere Redaktion nicht ausprobiert und kann somit die Funktionalität nicht bestätigen. In der Theorie sollte das jedoch realisierbar sein. Sollte man das Spiel in der Öffentlichkeit spielen, so sollte man es in Kopfhörern tun, denn die Töne können der Umwelt sehr oft die Laune vermiesen, sodass man auch ab und zu ein paar böse Blicke bekommt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich an dem Sound was ändern wird, denn bis zur Veröffentlichung des Spiels blieben während unserer Testphase nur noch zwei Wochen.



Im Gegensatz zur mageren Soundausstattung kann man sagen, dass der Spielspaß auf jeden Fall in den Vordergrund rückt. Abgesehen von einigen Patzern, die eher Spielfrust als Spielspaß auslösten, ist der Spielspaß sehr hoch anzusetzen. Zum Glück konnten die vorher angesprochenen Fehler ausgemerzt werden, sodass es nicht wert ist, sie anzusprechen. Sobald man das Spiel startet, taucht man in eine nie auf dem Pocket PC gesehen Welt ein und zu dem Zeitpunkt des Abschlachtens eines ersten Monsters kommt echtes Diablo Feeling auf von den man sich nicht abreißen kann. So kommt es auch mal vor, dass man im Eifer des Gefechts seine Station verpasst und dann verdutzt aus dem Fenster der Bahn oder des Busses schaut. Um diesen Effekt so gering wie möglich zu halten, ist eine Speicherfunktion mit einem Dutzend Slots vorhanden. So kann man überall und jederzeit das Spiel speichern, was sich manchmal als sehr nützlich erweist. Leider kann man keine Hardware Taste mit einer Quick-Save-Funktion belegen. Wir haben diesen Nachteil dem Hersteller mitgeteilt und hoffen, dass es zur Veröffentlichung realisiert wird. Jedenfalls macht das Hack and Slay a la Diablo "höllischen Spaß".



Folglich ist auch die Langzeitmotivation sehr positiv ausgefallen, was nicht zuletzt an der gelungenen Eingabe liegt. Das Spiel lässt sich auf zwei Arten bedienen. Erstens per Tap and Go, also mit Hilfe des Touchscreens und zweitens mit Hilfe der Hardware Tasten und des D-Pads. Sollte man über ein BT Joypad verfügen, so kann man auch das einsetzen. Diese Eingabemethoden sollten anderen Spielen, die in Zukunft erscheinen werden als positives Beispiel gelten. Die Langzeitmotivation an sich leidet nur in den ersten vier Levels, die wie bereits erwähnt eher todlangweilig, als todschick aussehen. Sobald man aber diese bewältigt hat, ist man auf jeden neuen Gegner und neue Areal gespannt wie ein Kind, das auf den Weihnachtsmann wartet, nur dass man hierbei nicht enttäuscht wird. Der Umfang ist für ein Pocket PC Spiel kolossal - der Speicherhunger auch. Es ist kein Wunder, dass das Spiel satte 52MB + Speicherstände einnimmt, denn die QVGA und VGA Grafiken sind in zwei verschiedene Dateien aufgeteilt. Es empfiehlt sich daher der Einsatz einer mindestens 64MB großen Speicherkarte. Technisch reicht ein StrongARM Pocket PC wie ein iPAQ 3850 vollkommen aus, damit das Spiel läuft. Sollte es ruckeln besteht immer noch die Möglichkeit die Anzahl der Schatten zu reduzieren. In unserem Testlabor lief es aber problemlos auf der höchsten Stufe.



Zum guten Schluss unserer ausführlichen Vorschau kann man sagen, dass das Spiel bei dem Pflichtprogramm überzeugt, an seiner Kür muss aber noch gefeilt werden. Dies liegt zuletzt vor allem daran, dass das Spiel sich noch im Beta-Stadium befindet und gerade entwurmt wird. Die eben gelesene Vorschau basiert auf der Version 0.93 vom 14.07.2005. Wir hoffen, dass die Fehler bis zur Veröffentlichung ausgebessert werden und freuen uns schon auf einen ausführlichen Testbericht der erscheinenden Vollversion. Um nicht viel zu viel zu spoilern wurde nur der erste und der vierte Levels für die Screenshots benutzt.



Pro:


+ VGA und QVGA Unterstützung


+ Speichermöglichkeit


+ vier Charakterklassen


+ 25 Levels


+ frei Konfigurierbare Tasten


+ zwei Eingabemethoden


+ Details konfigurierbar


 


Contra:


- Teilweise öde Grafiken


- Mittelmäßiger Sound


- hoher Speicherverbrauch


- Charakterpunkte werden autom. Vergeben


- keine Quicksave Funktion


 


Ersteindruck: gut bis sehr gut


Erscheinungsdatum: 1.8.2005


Hersteller: Silver Lightning


Publisher: Pocket PC Studios

 

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