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PD3A Scarabeus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von The14given   
Sunday, 02 July 2006

Im alten Ägypten haben die aber komische Spiele gespielt. Immer die Kugeln des Pharaos hin und her gerollt. Woran denkt ihr jetzt denn? Pfui, ihr Säue. Damit meinen wir ein Logikspiel namens Scarabeus von PD3A, welches vor kurzem für QVGA und VGA Geräte erschienen ist. Man rollt verschiedenfarbige Kugeln an Stationen, die jeweils die Farbe der Kugeln besitzen. Bei vier Kugeln gilt diese Station als abgeschlossen und man kann sich einer weiteren widmen.

Grafisches Wunderwerk

Hat man das Spiel erst einmal gestartet, so erwarten einen 65 Levels, die es zu meistern gilt. Diese brillieren nicht nur durch ihre Grafik, nein auch hier wird man mit immer mehr Hindernissen konfrontiert. Außerdem sind ein glückliches und geschicktes Händchen, sowie logisches Denken gefragt. Das Ganze findet auf einem mit Hieroglyphen verzierten Spielfeld statt, welches vor allem in VGA sich zu präsentieren weiß. Doch auch die QVGA Variante braucht sich vor ihrem großen Bruder nicht zu verstecken. Auch Sie ist sehr schick und hat uns auf Anhieb gefallen. Mit der Performance, die diese Grafik abverlangt, sollten die wenigsten Pocket PC User Probleme haben, denn das Spiel lief problemlos auf einem WM2003 iPAQ 1930 mit 203MHz. Auch mit WM5 hat es keine Schwierigkeiten gegeben.

 

Touch the Balls

Nicht ganz, dass was manche denken. Aber in diesem Spiel wird einmal mehr bewiesen, wie effektiv der Touchscreen eines PDAs genutzt werden kann. Die Steuerung, die intuitiv zu erlernen ist, nutzt ausschließlich den Touchscreen - und das mit Bravur. Freunde von vielen Knöpfen werden hier wahrscheinlich enttäuscht, denn eine Einhandsteuerung ist nicht möglich, zumal das Gerät im Landschaftsmodus verwendet wird

.

 

Innovatives Geröll

Das Spielprinzip zeigt wieder einmal, dass Innovationen sich immer wieder auszahlen. Es kann sein, dass wir uns aufgrund mangelnder Spielerfahrung im Bereich der Retro-Spiele irren und es schon mal ein gleiches oder ähnliches Spielprinzip bereits in den Achtzigern oder noch früher gab, und wir lassen uns gern eines anderen belehren. Auf dem Pocket PC ist es aber definitiv etwas Einzigartiges. Es ist nicht Zuma, in dem es darum geht durch Schüsse von bunten Kugeln drei oder mehr von diesen zusammenzuführen und anschließend verschwinden zu lassen, nein es ist etwas ganz anderes. Auch hier wird dem Spieler ein anderer Tisch mit seinen Tücken geboten. Dort versucht dieser eine Drehscheibe, die alle möglichen Farben besitzen kann, mit Kugeln eben dieser Farbe zu füllen. Ein Level verfügt dabei über mehrere Drehscheiben, die wiederum über andere Drehscheiben und Pfade zu erreichen sind. Zwischenstopps sind dabei so gut wie unausweichlich. Zusätzlich gibt es Färbestationen für Kugeln, die es dem Spieler ermöglichen auch eine rote Kugel auf eine blaue Drehscheibe zu platzieren, da sich kurz davor die Kugel blau färbt. Des Weiteren gibt es universelle Kugeln, die einfach jede Farbe haben und diverse Boni in Form von Diamanten, die auf dem Weg eingesammelt werden können.

Nur große Roller werden Meister

"Nur noch dieses Level...", " und dann noch eins...", "Ja, ich komme gleich..."

Das wird einem sehr bekannt vorkommen, sobald er dieses Spiel in den Händen und auf dem Pocket PC hat. Man will einfach jedes Level meistern und merkt nicht wie schnell die Zeit dabei verfliegt. Die Sucht packt einen und lässt nicht mehr los. Jede Bahnfahrt, jede auch noch so kleine Pause wird dazu genutzt wenigstens einen Level durchzuspielen. Diese Pause ist auch dringend nötig, denn nach den ersten fünf einfachen Levels geht es richtig zur Sache. Misserfolg und Jubel liegen wie eineiige Zwillinge nebeneinander. Oft entscheidet eine Kugel über Sieg oder Niederlage. Und hat man ersteinmall verloren, so macht man den Pocket PC nicht aus, nein, man wiederholt das Level und hofft, dass es dieses mal klappt. Zum Glück der Chefs, Frauen und allen anderen, die einen vom Spiel losreißen wollen, gibt es eine automatische Speicherfunktion, die nach jedem Level speichert.

Fazit

Es ist schön, es ist bunt und es rollt. Seit langem war ein logisches Geschicklichkeitsspiel so verführerisch. Es ist wie eine Droge, einmal angefangen, kontrolliert sie jeden wie eine Marionette. Statt seine E-Mails zu kontrollieren, erwischt man sich dabei das Spiel zu spielen. Und für den vergleichsweise akzeptablen Preis muss einfach jeder zugreifen, auch der, dem jeder Cent zu schade zum ausgeben ist. Nicht umsonst verdient das Spiel den Titel "Pocketgaming Award".

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