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Swivel Creations Cute Tennis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von The14given   
Wednesday, 21 June 2006
"Game, Set and Match" heißt es in Wimbledon, "Jeux, Set et Match" bei Roland Garros. Bei Cute Tennis würde es wahrscheinlich "Spiel, Satz und Süß" heißen. Denn nach einer fünfjährigen Durststrecke können Tennisfans endlich aufatmen. Mit Cute Tennis bringt Swivel nämlich eine Tennis Simulation, die Hexactos Tennis Addict ablösen soll.
 
Bevor man das Spiel startet sollte man wissen, dass man das .NET Compact Framework benötigt, was vor allem bei den Pocket PC 2002 Modellen zu Problemen führen kann. Auf unserem Jornada 565 verweigerte das Spiel trotz installiertem .NET Compact Frfameworks prompt jegliche Arbeit. Ab Windows Mobile 2003 ist das .NET Compact Framework bereits im ROM integriert, sodass diese Spieler sich keine Sorgen machen brauchen.
 
Auffällig sind die besonders zu Anfang langen Ladezeiten, die sich nur durch die Verwendung des zuvor genannten Frameworks erklären lassen. Ist das Spiel aber geladen, geht es zügig weiter.   In dem Spiel geht es darum, den sogenannten Cute Cup zu gewinnen. Dies bewerkstelligt man, indem man alle Gegner besiegt, wie soll es auch anders sein. Schließlich hat der Spieler auch die Wahl zwischen vier verschiedenen Charakteren, die alle Ihre Vor- und Nachteile haben. Doch nicht nur Tennis Matches soll man bestreiten, nein auch ein Training sollte absolviert werden. Eine Ballmaschine schießt Bälle ab, die es zurückzuschießen gilt. Dabei hat man die Wahl zwischen drei Schlagarten, einem Lob, einem Volley und einem Slice. Dementsprechend sind drei der vier Hardwaretasten belegt, die Vierte ist für das im Spiel aufrufbare Menü reserviert. In Verbindung mit den Richtungstasten kann man den Schlag noch zusätzlich lenken.
 
Die Grafik ist isometrisch, sodass man den ganzen Platz sehen kann. Hier stehen wie üblich die vier meist gespielten Beläge wie Rasen und Sand zur Verfügung. Die Spieleranimationen wirken ein bisschen abgehackt. Man wollte oder konnte den Spielern irgendwie nicht die nötigen Moves spendieren. So ist es keine Wunder, dass man sich irgendwie komisch dabei vorkommt, wenn der Spieler sich bewegt, denn es wirkt nicht authentisch. Wir erwarten zwar kein Motion Capturing, aber ein paar Zwischenschritte mehr hätte man ruhig einbauen können. Aller Voraussicht nach ist das Spiel eher als ein Arcade-Spiel ausgelegt, was sich vor allem die cartoonartige Grafik ausdrückt. Für ein Arcade Spiel ist es jedoch eindeutig zu langsam. Gibt man seinem Spieler nämlich einen Befehl, so geht dieser locker dahin, doch dies dauert Ewigkeiten. Ordnet man das jedoch der Simulation zu, so kann man die Grafik irgendwie einordnen. Außerdem gibt es dann zu wenige Schlagarten und die Bewegungen wirken immer noch zu langsam.
 
Grafisch erinnert das Spiel sehr stark an die 8-Bit Zeiten des NES und des Sega Master System. Genau dort wurde eine ähnliche Grafikengine eingesetzt. Man erinnere sich nur an das Wimbledon Spiel auf dem Sega. Das Spiel unterstützt offiziell nur QVGA, sieht auf einem VGA Gerät genauso gut aus. Um dies mal zu zeigen, stellen wir mal beide Screenshots zum Vergleich vor.  
Der Umfang des Spiels ist an sich sehr groß, denn man kann endlos spielen, auch wenn man den Pokal schon gewonnen hat. Praktisch ist, dass man sowohl die Spielzahl, als auch die Satzzahl einstellen kann, sodass man die eine oder andere Minute in der Bahn sparen kann. Denn eine Speicherfunktion gibt es leider nicht.   Das Spiel ist ordentlich und macht auch relativ viel Spaß, jedoch ist das Gameplay sehr lahm, denn die Spieler bewegen sich wie Toastbrote und bis man an den Ball kommt, kann man das Wort "Donaudampfschifffahrtsgesellschaftsraddampferkapitänskajütentürsicherheitsschlüssel" drei Mal nacheinander sagen.

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