"Game,
Set and Match" heißt es in Wimbledon, "Jeux, Set et
Match" bei Roland Garros. Bei Cute Tennis würde es
wahrscheinlich
"Spiel, Satz und Süß" heißen. Denn nach
einer fünfjährigen
Durststrecke können Tennisfans endlich aufatmen. Mit Cute
Tennis bringt Swivel
nämlich eine Tennis Simulation, die Hexactos Tennis Addict
ablösen soll.
Bevor
man das Spiel startet sollte man wissen, dass man
das .NET Compact Framework benötigt, was vor allem bei den
Pocket PC 2002
Modellen zu Problemen führen kann. Auf unserem Jornada 565
verweigerte das
Spiel trotz installiertem .NET Compact Frfameworks prompt jegliche
Arbeit. Ab
Windows Mobile 2003 ist das .NET Compact Framework bereits im ROM
integriert,
sodass diese Spieler sich keine Sorgen machen brauchen.
Auffällig
sind die besonders zu Anfang langen Ladezeiten,
die sich nur durch die Verwendung des zuvor genannten Frameworks
erklären
lassen. Ist das Spiel aber geladen, geht es zügig weiter.
In
dem Spiel geht es darum, den sogenannten Cute Cup zu
gewinnen. Dies bewerkstelligt man, indem man alle Gegner besiegt, wie
soll es
auch anders sein. Schließlich hat der Spieler auch die Wahl
zwischen vier
verschiedenen Charakteren, die alle Ihre Vor- und Nachteile haben. Doch
nicht
nur Tennis Matches soll man bestreiten, nein auch ein Training sollte
absolviert werden. Eine Ballmaschine schießt Bälle
ab, die es zurückzuschießen
gilt. Dabei hat man die Wahl zwischen drei Schlagarten, einem Lob,
einem Volley
und einem Slice. Dementsprechend sind drei der vier Hardwaretasten
belegt, die Vierte
ist für das im Spiel aufrufbare Menü reserviert. In
Verbindung mit den
Richtungstasten kann man den Schlag noch zusätzlich lenken.
Die
Grafik ist isometrisch, sodass man den ganzen Platz
sehen kann. Hier stehen wie üblich die vier meist gespielten
Beläge wie Rasen
und Sand zur Verfügung. Die Spieleranimationen wirken ein
bisschen abgehackt.
Man wollte oder konnte den Spielern irgendwie nicht die
nötigen Moves
spendieren. So ist es keine Wunder, dass man sich irgendwie komisch
dabei
vorkommt, wenn der Spieler sich bewegt, denn es wirkt nicht
authentisch. Wir
erwarten zwar kein Motion Capturing, aber ein paar Zwischenschritte
mehr hätte
man ruhig einbauen können. Aller Voraussicht nach ist das
Spiel eher als ein
Arcade-Spiel ausgelegt, was sich vor allem die cartoonartige Grafik
ausdrückt.
Für ein Arcade Spiel ist es jedoch eindeutig zu langsam. Gibt
man seinem
Spieler nämlich einen Befehl, so geht dieser locker dahin,
doch dies dauert
Ewigkeiten. Ordnet man das jedoch der Simulation zu, so kann man die
Grafik
irgendwie einordnen. Außerdem gibt es dann zu wenige
Schlagarten und die
Bewegungen wirken immer noch zu langsam.
Grafisch
erinnert das Spiel sehr stark an die 8-Bit
Zeiten des NES und des Sega Master System. Genau dort wurde eine
ähnliche Grafikengine
eingesetzt. Man erinnere sich nur an das Wimbledon Spiel auf dem Sega.
Das
Spiel unterstützt offiziell nur QVGA, sieht auf einem VGA
Gerät genauso gut
aus. Um dies mal zu zeigen, stellen wir mal beide Screenshots zum
Vergleich
vor.
Der
Umfang des Spiels ist an sich sehr groß, denn man
kann endlos spielen, auch wenn man den Pokal schon gewonnen hat.
Praktisch ist,
dass man sowohl die Spielzahl, als auch die Satzzahl einstellen kann,
sodass
man die eine oder andere Minute in der Bahn sparen kann. Denn eine
Speicherfunktion gibt es leider nicht.
Das
Spiel ist ordentlich und macht auch relativ viel
Spaß, jedoch ist das Gameplay sehr lahm, denn die Spieler
bewegen sich wie
Toastbrote und bis man an den Ball kommt, kann man das Wort
"Donaudampfschifffahrtsgesellschaftsraddampferkapitänskajütentürsicherheitsschlüssel"
drei Mal nacheinander sagen.