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Ach nö, nicht schon wieder ein Horizontal-Shooter. Doch, schon wieder, diesmal für Palm OS. Wer immer dachte, dass dieses Genre öde sei, langweilig und längst veraltet - hat, wenn wir ehrlich sind, teilweise recht. Denn auch hier hat das Spielegenre den Sprung in die dritte Dimension geschafft. Aber noch nicht ganz, wie man am Beispiel von Zemnia sehen kann.
Doch was hat das Spiel zu bieten außer stupidem rumballern und einem sich immer wieder nach rechts bewegendem Bildschirm? - Alt Bewährtes oder kommt endlich eine frische Brise in das altgebackene Genre? Nun, das Spiel lässt sich gewohnt einfach installieren, unterstützt jedoch nur HiRes, sodass auf dem Testgerät, palmOne LifeDrive, welcher uns von Palm Deutschland GmbH gestellt wurde, nur 1/3 des Displays ausfüllte. Die Grafik ist ein bisschen amateurhaft, wenn man das so sagen darf. Man sieht, dass den Entwicklern entweder ein professioneller Grafiker fehlte oder einfach daran gespart wurde. Da in dem PDA-Sektor keine Vollprofis wie auf dem PC (EA, Activison, etc.) tätig sind, ist das aber auch nicht so schlimm. Obwohl die Objekte und Hintergründe sehr bunt gestaltet sind wirkt die Grafik ein bisschen trostlos und homogen, was wiederum ein bisschen die Spielatmosphäre stört. Spielerisch hat dies jedoch wenig zu bedeuten, denn grafische Feuerwerke sind nicht zwangsmäßig gut. Man erlebt immer wieder, dass das Spiel dem Prinzip: „Außen Hui, Innen Pfui“ folgt. Das Spielprinzip ist weit verbreitet und dürfte jedem Gelegenheitsspieler bekannt sein. Man fliegt in seinem Raumschiff von links nach rechts und beschießt die auftauchenden Gegner mit diversen Waffen. Je nach Gegner bekommt man eine bestimmte Anzahl an Punkten. Bei bestimmten Gegnern erhält man so genannte „Power-Ups“, die zusätzliche, stärkere Waffen bereitstellen oder die Schutzschilde wiederherstellen. Am Ende eines jeden Levels erwartet den Spieler ein „Big Boss“, wie es so üblich bei Shootern ist. Diesen muss man durch mehrere gezielte Treffer außer Gefecht setzen, um so in den nächsten Level zu gelangen. Dies erweist sich bei Zemnia aber als gar nicht so leicht, denn während man den ersten Boss mit Bravur meistert, hat man beim zweiten arge Schwierigkeiten. Das liegt vor allem daran, dass bereits die einfachste Stufe für Gelegenheitsspieler zu schwer ist. Doch nach kurzer Eingewöhnungszeit dürften auch diese mit dem Spiel zurechtkommen. Ein sehr lustiger Teil des Spiels ist auch das doch immer langweilige Fliegen. Der Hersteller hat sich hier nämlich etwas Pfiffiges einfallen lassen. Ein Hindernisparcours begegnet dem Spieler bereits in dem ersten Level und fordert somit nicht nur Durchsetzungsvermögen mit der Waffe, sondern auch Geschicklichkeit. Gesteuert wird das Ganze entweder mit den Richtungstasten des Geräts oder mit dem Touchscreen. Hier sollte man vor allem auf die Steuerung setzen, die einem am besten liegt. Geschossen wird mit einer der Hardwaretasten, dort können auch die Waffen gewechselt werden. Sehr gut ist, dass man die Tasten frei belegen kann, sodass jeder Spieler sich eine passende Tastenbelegung finden wird.  Bei solch einem Spiel braucht man über die Spieltiefe kein Wort zu verlieren, denn es ist definitiv ein Spiel für das Zocken zwischendurch. Während man in der U-Bahn sitzt und nicht ein geschäftliches Telefonat mit dem Treo führt, so greift man gerne zu diesem Spiel. Die Level sind nämlich nicht besonders groß und man schafft während einer zehnminütigen Fahrt vielleicht zwei oder mehr von diesen. Für Hardcore Zocker ist die bekannte Schwierigkeitsstufe „Hard“ vorhanden, sodass auch diese einen Zeitvertreib in dem Spiel wiederfinden werden.  Im Großen und Ganzen ist das Spiel eher mittelmäßig. Obwohl es auf kurze Zeit motivieren kann, wirken die trostlosen Grafiken irgendwie „billig“ und man verliert den Spaß. Für das Spielen zwischendurch, während der Kaffeepause, oder als sonstiger Zeitvertreib ist das Spiel jedoch einen Anblick wert. Wem die Demo gefällt, kann getrost zugreifen. Wir danken Newborn Games für das Presseexemplar von Zemnia und Palm Deutschland GmbH für den uns zur Verfügung gestellten LifeDrive, ohne den dieser Test nicht möglich gewesen wäre. Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Bitte melde dich an oder registriere dich. Powered by AkoComment 2.0! |