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My Little Tank PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von The14given   
Thursday, 18 May 2006

 

Mein kleiner grüner Panzer steht draußen am Balkon, holladi, holladi, hollaho. Die Comedian Harmonists wussten schon damals von Astrawares Spiel. Sie stellten ihren Palm am Balkon ab und spielten immer My little Tank. Wir wollten es ihnen gleichtun und testeten das Actionspiel von Astraware.

 

 

 


Das Spiel gibt es in einer Pocket PC Version, einer Smartphone und einer Palm OS Version, die letztere nahmen wir uns vor. Auf unserem von Palm Deutschland GmbH gestellten LifeDrive ließen wir das Spiel laufen. Die Installation verlief problemlos und das Spielvergnügen konnte nach einer kurzen Ladezeit losgehen. Bei Astraware fast kein Wunder mehr, das Spiel startete sofort in der HiRes+ (480x320) Auflösung und bot einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns dann im Spiel erwartete. Astraware gab auf der Seite an, dass das Spiel über sechzig Levels verfügt und viel Langzeitmotivation bietet. Diese Behauptung gilt es also für das Spiel zu beweisen.

Vorab gilt es zu erwähnen, dass das Spiel nur im „Portrait“-Format flüssig läuft, schaltet man in den für manche Spieler angenehmeren „Landscape“-Modus, so muss man mit heftigen Ruckeleinlagen rechnen. Die Framerate fällt dermaßen, dass ein Spielen nicht mehr möglich ist. Doch davor warnt auch Astraware, bzw. das Spiel wenn man in den Landscape Modus schalten will. Also spielten wir das ganze Spiel im Portrait-Format.

In den ersten Levels wir der Spieler nicht richtig gefordert. Was das heißt, ganz einfach, die ersten Levels sind Tutorial Levels und dienen dazu, dass der Spieler ein Gefühl für das Spiel bekommt und ungefähr weiß wohin und worum es geht. Das Spielprinzip dürfte aber allen bekannt vorkommen, wer schon mal „Battle City“ gespielt hat, der wird hier nichts anderes erleben, als ein grafisch aufpoliertes Battle City mit etwas größeren Levels. Die Missionen, die es zu erfüllen gibt gleichen einander wie zweieiige Zwillinge. Zum einen wären da die „Vernichte sie alle“ Missionen, in denen es darum geht eine bestimmte Zahl von Gegnern zu beseitigen und die zweite Art der Missionen: „Beschütze deine Basis – und vernichte sie alle“. Leider scheint die KI sehr beschränkt zu sein und nur einprogrammierten Routen zu folgen. Es kann schon mal vorkommen, dass man einem Gegner knallhart ins Rohr blickt, dieser aber wegdreht und einfach davonfährt. Da fragt man sich als Spieler: „Was habe ich bloß falsch gemacht?“ Insgesamt gibt es drei Arten von Panzern als Gegner, die eine bestimmte Zahl an Schüssen verkraften. Angefangen von einem Schuss bis hin zu fünf. Jedoch gibt es auch Waffenupgrades, die mit einem Schuss von eins bis drei Schadenspunkten verursachen. So hat man in zwei Schüssen auch den stärksten Gegner aus dem Weg geräumt.

Gesteuert wird entweder über den Touchscreen oder mit den Richtungstasten, sowie einer Taste für das Feuern, wobei die zweite Methode die eindeutig die komfortablere ist. Wer jedoch ein Liebhaber des Touchscreens ist, wird auch mit diesem seinen Spaß haben.

 

Das Leveldesign ist im Gegensatz zur KI abwechslungsreich. Sowohl Steppen, wie Graslandschaften und Schneelandschaften tauchen während des Spielverlaufs auf. Die Grafik verfolgt den Spieler aus der Vogelperspektive, wobei die Gebäude tatsächlich dreidimensional sind und beim vorbeifahren ihren Winkel verändern, sodass ein schöner Eindruck entsteht. Außerdem kann der Spieler in den Optionen die Farbe seines Panzers einstellen, auch die Farbe rosa für die weiblichen oder modebewussten Spieler steht zur Auswahl parat. Aber wer zum Teufel fährt in einem Camouflage-rosanen Panzer mitten auf Schlachtfeld, es ist gar nicht auffällig. Naja, abgesehen von solchen Kuriositäten ist die Grafik durch und durch überzeugend, obwohl sich auch die Levels meistens wiederholen. Dies betrübt auch die Langzeitmotivation. Es macht sicherlich Spaß durch die Levels zu fahren und Panzer zu zerstören, aber wenn die Levels einander gleichen, dann vergeht der Spielspaß ganz schnell. Viele Leser werden jetzt sagen, dass ein Paradoxon vorliegt, denn am Anfang erwähne ich, dass die Levels abwechslungsreich seien und einige Sätze später sollen sie einander gleichen. Nun, der Abwechslungsreichtum steht im Gegensatz zur KI und soll nur so zu verstehen sein. Langweilig werden sie auch nur dann, wenn man alles in einem Zug wie ich durchspielt, denn in diesem Fall sieht man immer wieder dasselbe. Apropos in einem Zug durchspielen. Das werden sicherlich die wenigsten machen. Für diese Spieler steht eine automatische Speicherfunktion zur Verfügung, die alle fünf Levels einen Fortsetzungspunkt anlegt. Der momentane Spielstatus wird jedoch mit der Funktion „Fortsetzen“ abgedeckt. Dann setzt das Spiel exakt von dem Augenblick, indem der Spieler das Spiel verlassen hat, ein. Der Sound ist für das Spiel angemessen, sowohl Musik, als auch Kanonensounds liegen vor. Die Musik ist fetzig und macht das eher langweilige Ambiente ein bisschen fetziger. Die Kanone macht auch einen wuchtigen Eindruck und passt zum Spiel.

Die schöne Grafik, überdeckt aber nicht die Mängel, die vor allem im KI Bereich auftauchen und das Spiel teilweise sehr langweilig erscheinen lassen. Es fehlt einfach die Herausforderung, die man zur Selbstbestätigung braucht. Die Schwierigkeit lässt sich nämlich auch nicht einstellen.

Fazit: Wer sein Ego stärken will und sich beweisen will, dass er ein Spiel meisterhaft in einem Zug durchspielen kann, der sollte getrost zugreifen. Auch Fans von Battle City werden Spaß an diesem Spiel haben. Alle anderen sollten jedoch zuerst eine Probefahrt machen, bevor sie den Panzer kaufen.

Irgendwie sind wir von dem Ergebnis enttäuscht, da Astraware sonst immer gute Spiele liefert, aber auch den besten passieren mal Fehler.

Wir danken Astraware für das Testexemplar des Spiels „My Little Tank“ und Palm Deutschland GmbH für den uns zu Testzwecken gestellten LifeDrive.

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Letzte Aktualisierung ( Thursday, 18 May 2006 )
 
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